Der Füller

Eigentlich heißt er ja Füllfederhalter! Weil das Wort aber so umständlich ist, wird er auch Füllhalter, Füllfeder oder, noch kürzer, Füller genannt.

Es handelt sich hierbei um ein Schreibgerät, welches über eine Metallfeder Tinte auf Papier überträgt. Vom Tank im Schaft des Füllers, fließt die Tinte durch den Tintenleiter zur Spitze der Feder und wird dort auf das Papier gebracht.

Der Füller
Der Füller – ein edles Schreibgerät

Anatomie des Füllhalters

  • Der Schaft

Er ist das größte Teil des Füllers und kann aus den verschiedensten Materialien bestehen, wie Kunststoff, Metall oder sogar Holz. Er hat zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen:

In erster Linie bevorratet er den Tintenspeicher. Dieser kann in Form von Tintenpatronen oder Konvertern bestehen. Wenn der Schaft geschlossen ist, also aus einem Guss besteht, kann die Tinte auch direkt mit einer Pipette in den Schaft geträufelt werden. Man sollte allerdings sorgfältig darauf achten, dass das Gewinde zwischen Schaft und Griffstück abgedichtet ist. Diese Art Füller wird auch Eyedropper genannt. Manche Füllhalter haben auch einen Drehmechanismus am Ende des Schaftes. Mit diesem wird im Inneren ein Kolben bewegt, der die Tinte direkt in den Schaft saugt. Diese Füllfederhalter werden Kolbenfüller  genannt.

In zweiter Linie dient der Schaft natürlich der Stabilisierung während des Schreibens.

  • Das Griffstück

Während das Äußere des Griffstücks meist ergonomische Formen aufweist, um das Schreiben so angenehm wie möglich zu gestalten, befindet sich im Inneren der Tintenleiter. Dieser Tintenleiter besteht oft aus Kunststoff, bei sehr hochwertigen Modellen aber auch aus Ebenholz. Seine Aufgabe ist es die Tinte zuverlässig zur Feder zu transportieren.

  •  Die Feder

Die Feder besteht gewöhnlich aus Edelstahl oder legiertem Gold oder aus einer Kombination dieser beiden Materialien. Die kleine Kugel an der Spitze der Feder bestand früher oft aus Iridium, daher hört man oft die Bezeichnung Iridiumspitze, welche sich bis heute gehalten hat. Moderne Spitzen bestehen heute jedoch vorwiegend aus Nickel.

In der Mitte der Feder befinden sich eine Entlüftungsöffnung und ein feiner Einschnitt, durch den die Tinte bis zur Spitze fließt.

Federn gibt es in den verschiedensten Formen und Größen. Die häufigsten sind:

  • EF = extra fein
  • F = fein
  • M = mittel
  • B = breit
  • BB = doppelt breit

Ferner gibt es noch besondere Federformen, wie zum Beispiel Bandzugfedern (Stub), Obliquefedern, Music- und Italicfedern. Diese Federn kommen in der Kunst der Kalligraphie zum Einsatz.

  • Die Kappe

Die Kappe dient hauptsächlich dazu die Feder zu schützen, wenn der Füller nicht benutzt wird. Sie besteht vorwiegend aus demselben Material wie der Schaft und hat einen Clip um das Schreibgerät zu befestigen. Die gebräuchlichsten Verschlüsse sind: Druck-, Magnet- oder Schraubverschlüsse.

Die Einzelteile eines Füllfederhalters
Die Einzelteile eines Füllfederhalters

Der Schatz in deiner Schublade

Ein Füllfederhalter ist kein Wegwerfprodukt! Heute gibt es viele Firmen, welche sich auf die Herstellung sehr edler Füllhalter spezialisiert haben. Sie dienen in erster Linie als Sammelobjekt und sind mit dem Wort „hochpreisig“ noch sehr wohlwollend umschrieben.

Viele Füller werden weitervererbt und dürfen oftmals einen deutlichen Wertzuwachs erfahren! Also schau doch mal in deinen Schubladen nach. Vielleicht findest du dort einen Schatz, von dem du bisher noch gar nichts wusstest.

Egal welchen Füller du verwendest, ich wünsche die viel Spaß und eine schöne Zeit mit dem König der Schreibgeräte!


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